Nachdem ich in letzter Zeit nicht so dazugekommen bin in dem Ausmaß zu schreiben wie ich wollte, habe ich mich dazu entschlossen einfach einen(mehr oder weniger) großen Artikel für den Rest des Monats zu schreiben.
Im ersten Teil geht es um Stefan Weitz’ Vortrag über bing. Der Director of Search at Microsoft hat einige Features von bing vorgestellt, darunter auch durchaus außergewöhnliche für eine “Such”-maschine, aber dazu später mehr.
Aufgrund eines Staus auf der A9 kam der Referent ca 20 Minuten zu spät, aber diese Verspätung wurde von Professor Mario Fischer gut mit ein paar Witzeleien und dem Rat an die anwesende MacBook und iPhone Userschaft, sie mögen ihre Konkurrenzprodukte lieber in Sicherheit bringen, wenn sie schon in den ersten Reihen sitzen, überbrückt.
Stefan Weitz begann also seinen Vortrag. Er wisse, dass Google den Markt dominiert und die Nutzer mit Google sehr zufrieden sind. Mit bing wolle man auch nicht die Art wie Suchmaschinen arbeiten/funktionieren grundsätzlich verändern, sondern dem Benutzer statt nur “ercrawlten” Suchergebnissen einfach mehr bieten.
Dieses mehr ergibt sich zum Beispiel aus aktuellen Verkehrs- und Wetterdaten, die Microsoft einkauft und dem User zur Verfügung stellt.
Ein weiterer Punkt der bing von anderen Suchmaschinen abhebt ist die Visual Search. Diese demonstrierte er uns anhand einer Kamera, die er suchte. Ähnlich wie man es von vielen Onlineshops oder Preisvergleichsportalen kennt, kann man die Kameras nach verschiedenen Punkten filtern lassen und bekommt, wie der Name Visual Search schon andeutet, alle ins Raster passenden Modelle als Bild angezeigt. Klickt man dieses Bild an, bekommt man verschiedenste Informationen angezeigt, zum Beispiel Preisvergleiche, Bewertungen des Produkts, die bei Onlineportalen vergeben wurden(z.B. Amazon). Um die Funktionen für Onlineshopping attraktiver zu gestalten, bietet bing ein Cashbackprogramm an, bei dem bing dem Käufer einen Teil des Kaufpreises zurückerstattet.
Ein weiteres Feature wurde mit dem Suchbegriff “flights to seattle” demonstriert. Hier zeigt bing passende Flüge, inklusive einer Prognose zum Preis, an. So hat man eine Hilfe ob es der richtige Zeitpunkt ist, Tickets zu buchen.
Als letzten Punkt führte er noch vor, wie bing, als einzige Suchmaschine, Twitter “vernünftig” durchsucht. Soll heißen Retweets etc werden entfernt und man erhält übersichtliche Suchergebnisse.
An sich halte ich die Neuerungen und die Richtung in die sich bing bewegt(mMn eine Mischung aus Wolfram Alpha und Google) vom Ansatz her gut, allerdings kann es schnell passieren, dass die Seite mit Features überladen wird. Die vorgestellten Features werden den deutschen Usern bisher leider vorbehalten, da sie nur in den USA verfügbar sind. Es ist leider noch niciht bekannt, wann und wie die Features in die deutsche Version von bing eingebaut werden.
Das wars zum Inhalt, zum Vortrag selbst bleibt mir nur noch dem Referenten ein großes Lob auszusprechen, ich fand ihn gelungen und sehr informativ. Das auch noch mit solch einer Lebhaftigkeit rüberzubringen hat mich beeindruckt. Ich hoffe das war nicht der letzte interessante Vortrag während meinem Studium an der FH Würzburg.
Der zweite mehr oder weniger wichtige(meine Meinung: siehe Ende des Texts…) Punkt diesen Monat war die studentische Vollversammlung am 26.11., also letzten Donnerstag.
Anlässlich des immernoch andauernden Bildungsstreiks wurde die Versammlung im Hörsaal Aldi Süd einberufen. Es sollten Fragen an den Präsidenten gestellt werden und das Vorgehen an der FH besprochen werden. Entgegen meinem Erwarten war der Hörsaal überfüllt, es bestand also reges Interesse an diesem wichtigen Thema.
Es ging also los mit einer Begrüßung den politischen Sprechers der FH. Danach wurde der Präsident ans Mikrofon gebeten um zuerst Fragen, die der Studentenvertretung im Voraus geschickt werden konnten, und “spontane” Fragen der Anwesenden zu beantworten.
Die Fragen die schon vorher an die Studentenvertretung geschickt wurden, wurden im Großen und Ganzen ausführlich beantwortet(Jonas hat sie ausführlich in seinem Artikel aufgelistet, deswegen verzichte ich hier darauf). Danach folgte eine Stunde mit Fragen der anwesenden Studenten. Diese Fragen waren dann größtenteils höchst nutzlos und für einen Großteil der Anwesenden gänzlich uninteressant, weil sie einfach nicht betroffen waren und die Fragen sich eher auf FH-interne oder fakultätsinterne Dinge bezogen. Der Sinn der Veranstaltung wurde hier also leider nicht erfasst…es wurde viel mehr die Möglichkeit genutzt sich direkt an den Präsidenten wenden zu können. Dieser konnte auf die meisten keine konkreten Antworten geben, weil die meisten nicht in seinen Zuständigkeitsbereich gehörten.
Nachdem man dann eine Stunde mit dieser sinnlosen Fragerei verbracht hatte, hätte es wieder interessant werden können. Es ging um die Realisierung des Bildungsstreiks an der FH. Sollten Hörsäle besetzt werden? Sollte man sich der Uni anschließen? Sollte man gar nichts tun?
Per Abstimmung wurde entschieden, dass man sich solidarisch mit den Besetzern an Uni zeigt, aber keine Hörsäle an der FH besetzen wird.
Noch ein kleines Fazit von mir: Meiner Meinung nach war die Veranstaltung ziemlich unnötig und ziemlich langweilig. Der erste Teil der Fragen war ja wenigstens noch etwas informativ, der zweite war ein totaler Reinfall, da die Fragen einfach viel zu speziell waren und nur sehr wenige betrafen.
Soviel zum Studium im November….